Das war zu viel für mich, aber auch für eine größere Anzahl an Mitseglern. In der letzten Wettfahrt am Sonntag starteten nur noch 15 von insgesamt 24 Seglern, von denen dann nur noch 9 Segler unbeschadet ins Ziel kamen. Aber der Reihe nach.
Der AntwerpCityCup in Belgien ist traditionell die letzte Regatta des Jahres in Europa im 2.4mR. Ursprünglich waren 29 Segler gemeldet, aber nur 24 fanden sich am 23. Oktober beim Royal Yacht Club Belgien am Galgenweel ein. Ich war mit Enkel Jonas hingefahren, der mich anstelle von Reiner unterstützen wollte. Entspannt schafften wir die 160 km von Aachen nach Antwerpen und hatten darüber hinaus auch keine Probleme noch vor allen anderen von Jean-Paul ins Wasser gekrant zu werden, den Mast zu setzen und alles für den nächsten Tag vorzubereiten.
Der Wetterbericht verhieß für Freitag nichts Gutes. Für die Region wurde sowohl vom Wind wie vom Regen her die Warnstufe gelb ausgerufen. Das bedeutete im Schnitt über 25 Knoten Wind (= 6 Beaufort oder 40 km/h) mit Böen zwischen 30 und 40 Knoten. Ich beschloss – wie 10 andere – im Hafen zu bleiben und verpasste schon einmal 3 Wettfahrten.
Für den Samstag waren dann zuerst nur noch durchschnittlich 13 bis 18 Knoten und Böen im oberen zwanziger Bereich angesagt. Ich fuhr wie alle anderen bis auf einen Segler mit und wurde 15. und 14. Dann war Mittagspause. Anschließend startete ich erneut, schaffte die erste Kreuz, hatte aber auf der Vorwindstrecke bei nun wieder zunehmendem Wind so viel Schwierigkeiten, dass ich aufgab und in den Hafen fuhr. Das war es dann mit der Segelei an diesem Wochenende; denn am Sonntag war der schlimmste Tag mit Böen von über 40 Knoten (= 9 Beaufort oder 75km/h) mit vielen Ausfällen – siehe oben. Für mich gab das insgesamt bei 2 von 10 gesegelten Wettfahrten und den vorletzten Platz in der Gesamtwertung.





Die 3 Tage wären allerdings unzureichend beschrieben, wenn ich nicht auf das „Landprogramm“ eingehen würde, das aus Essen zu allen Zeiten bestand: Suppe, Salate, Käse, Lachs und Brote zum Mittag. Nudeln Bolognese und Barbecue mit Salaten und Torten am Abend. Dazu durchgehend Kaffee, Kekse und Kuchen.
Ansonsten war Jonas unentbehrlich für mich und schoss mit einem riesigen Tele herrliche Fotos vom Geschehen auf dem Wasser – bereits abends von den Teilnehmern bei der Beamerpräsentation bewundert.

Damit ist meine 65. Segelsaison im Leben mit insgesamt 366 Regatten beendet.
Ein Fazit:
- viel Wind war noch nie mein Ding, wird es aber immer weniger,
- ohne Hilfe an Land geht seit Jahren nichts mehr,
- in Europa lande ich beim Action4Europe Ranking auf dem 14. Platz bei 125 Teilnehmern,
- in Deutschland bin ich auf der Rangliste 12. von 81.
- Alles in Allem also immer noch vorzeigbare Ergebnisse.