Professor Dr. Detlef Müller-Böling

Geschafft!

Im 4. Anlauf in der 1. Hälfte

Das war eine harte Woche und 11 Wettfahrten mit (sehr) wenig bis viel Wind und mörderischer Welle auf dem Ijsselmeer. 85 Teilnehmer waren gemeldet, 82 aus 16 Nationen waren letztlich am Start. Stark vertreten – wie immer – die Schweden, aber diesmal auch viele Briten, natürlich Niederländer und auch Finnen dabei. US-Amerikaner sowie Canadier und sogar ein Argentinier waren dabei. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als ich der einzige Deutsche war, hatten sich 9 Segler(innen) mit dem GER im Segel nach Hoorn aufgemacht.

2010_10_27 Flotte auf der Kreuz

Flotte auf der Kreuz

Es begann für mich super. In der 1. Wettfahrt nach einem grandiosen Leestart als 9. im Ziel. Anschließend wurde aber gezeigt, wo der Most hängt, 47. im 2. Rennen und 32. im 3. Der zweite Tag brachte ein skurriles Rennen: nur 34 beendeten es rechtzeitig, alle anderen waren out of time (20 Minuten hinter dem Erstplazierten). Ich war dabei. Dann lief es mit einem 16. und 19. aber noch sehr gut. 21. Gesamtrang nach 2 Tagen, direkt hinter Lasse Klötzing, der immer besser wurde. Der dritte Tag hatte nur noch 2 Rennen, die ich mit dem 18. und 21. weiterhin anständig beendete. Am vorletzten Tag startete ich mit einem 40. Dann wurde es richtig abartig: Ich komme gut an das 1. Fass, finde aber mit Steuerbordschoten überhaupt kein Durchkommen gegenüber den ohne Lücke anfahrenden Wegerechtlern. Ergebnis nur noch drei hinter mir. So ist denn der 46 am Ende noch als Erfolg zu werten.

Ähnliches Pech in der letzten Wettfahrt am Samstag. Es weht mit gut 5 Bft., in Böen auch mehr. Eine sehr kurze störrische Welle baut sich auf, überhaupt nicht mein Wind. Umso erstaunlicher, dass ich die 1. Tonne als 8. runde. Der Vorwindkurs ist harte Arbeit im Surf in der Welle und beim Halsen. Auf der nächsten Kreuz laufen die ersten Gegner voll, Viktor Sadilek aus Tschechien säuft in Lee von mir ab. Dann passiert es bei mir. Nach einer Wende bekomme ich das Boot nicht voll auf Linie und ramme einen Gegner, der auf Backbord-Bug fährt. Zwei Strafkringel kosten mich gut 20 Plätze. Ich werde immerhin noch 39.

Insgesamt macht das einen 27. Patz bei 82 Startern. Das große Ziel, bei einer WM in die erste Hälfte zu kommen, ist mehr als erreicht. Ich kratze sogar am ersten Drittel!

Fazit:

  • Seglerisch für mich erfolgreich.
  • Regattakurs teilweise nicht optimal, sehr viele Black Flags.
  • Christine als Coach für GER 99 toll.
  • Essen gut, aber nicht im Clubhaus des Veranstalters.
  • Alexander Sadilek gewinnt nagelneuen 2.4. Danke Glücksfee, gut gemacht!
  • Paul Tingley, Canada, ein würdiger Weltmeister.
  • Lasse Klötzing mit Gesamtrang 11 klasse gesegelt (Paul beim vorbeirollen mit dem Pokal im Arm an Lasse: „This will be yours in some years!“)

Ergebnisliste.

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