Professor Dr. Detlef Müller-Böling

Jubiläum Nr. 4 – 20 Jahre Hochschulranking

Und noch ein Jubiläum: Vor 20 Jahren erschien zum ersten Mal das von mir maßgeblich mit initiierte und entwickelte Hochschulranking – damals noch verschämt als „vergleichender Studienführer“ bezeichnet. Herausgegeben wurde er zusammen von CHE und Stiftung Warentest, eine Kooperation, die nur einmal hielt. Anschließend ging es sechs Jahre mit dem Stern weiter, bevor der immer noch bestehende Partner DIE ZEIT 2005 mit ins Boot kam.

Zwei Fächer wurden 1998 präsentiert, Chemie und Wirtschaftswissenschaften. Das Echo war riesig. Wir hätten „einen neuen Maßstab für den Vergleich von Hochschulen geschaffen“, schrieb Thomas Kerstan in DIE ZEIT und Sabine Etzold sekundierte, “daß Hochschulvergleiche mehr sein können als Hitparaden, nämlich nützliche Orientierungshilfen für Studenten”.

Das Ganze ist jetzt also 20 Jahre alt und nun werden mehr als 30 Fächer in über 300 Hochschulen kontinuierlich aktualisiert miteinander verglichen. Das Ranking schafft mehr denn je einen Weg durch den Dschungel der Studienangebote für die Studierenden. Auch wenn die präsentierten Daten und Methoden in den 20 Jahren stets wieder angepasst wurden, so blieb das Grundprinzip doch erhalten: Erstens werden Studienfächer, keine ganzen Hochschulen verglichen (fachbezogenes Ranking, zweitens werden die einzelnen Bewertungskriterien wie Bibliothek, IT-Infrastruktur, Qualität der Lehre oder der Forschung getrennt ausgewiesen und nicht zu einem Wert zusammengemixt (multidimensionales Ranking) und drittens werden keine Rangplätze 1., 2., 3. … vergeben, sondern lediglich drei Gruppen gebildet, weil die Unterschiede zwischen den Hochschulen das nicht anders zulassen (Ranggruppen). Dieses Grundprinzip hat sich zu einem internationalen Standard entwickelt und wird von etlichen anderen Rankings kopiert.

Auf den CHE-Seiten findet man eine nicht uninteressante Chronik der 20 Jahre und Petra Giebisch hat bereits vor 10 Jahren für die digitale Festschrift eine Zeitreise durch das Ranking beschrieben.

„Ad multos annos“ kann man da nur sagen!

 

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