Professor Dr. Detlef Müller-Böling
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Und dann ging alles ganz schnell. Nach den bisherigen Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen, wo die Impfquote deutlich hinter anderen Ländern hinterher hinkte, hatte ich als Anfang 70-Jähriger mit einem ersten Impftermin im Juni gerechnet. Sogar viele, uns bekannte 80-Jährige sind noch nicht erstmalig „durch“. Und anschließend sollte es „geordnet“ zugehen und zuerst die 79-Jährigen, dann die 78-Jährigen usw. aufgefordert werden.

Vor zwei Tagen schrieb meine Tochter mir in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine SMS, die eine Pressemitteilung der Stadt Aachen enthielt mit der Nachricht, dass Risiko-Patienten jetzt mit einer Sonderration aus Landesbeständen vorgezogen würden. Diese Dosen waren bisher für die 2. Impfung zurückgehalten worden. Und in der Pressemitteilung war sogar ein Anmeldelink dabei!

Sonntagmorgen, 28.3.2021, loggte ich mich ein – und bekam einen Termin für den 29. Ich dachte eine Wartezeit von einem Monat ist reichlich, aber immerhin. Erst beim zweiten Hinschauen sah ich, dass da 29.3., also der nächste Tag, stand. Ich war baff!

Ein Attest entsprechend der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 §3, Absatz l Ziffer 2 vom 5. Febuar 2021″ besass ich bereits.

Also gestern zu 16.55 Uhr ins Impfzentrum. Da war eine große Doppelschlange an Menschen bis weit auf die Straße. Nach einiger Zeit verkündete ein Security-Mitarbeiter: „Astrazeneca Schlange links, Pfizer-Biontech Schlange rechts!!“. Ok, jetzt kamen noch mal Etliche von links nach rechts. Aber die Sonne war warm, es regnete nicht. Meine Stimmung war gut, bei den anderen in der Schlange nicht durchgängig. Und natürlich gab es Vor-Drängler, die Asthma hatten, sich als „alt“ bezeichneten oder anderes. Sehr schön der folgende Dialog:

Frau schiebt Dame im Rollstuhl an allen vorbei: „Meine Mutter ist 97!“
Mitwartender: „Herzlichen Glückwunsch! Da haben Sie es ja nicht mehr weit bis 100.“
97-Jährige: „Die will ich gar nicht werden.“
Mitwartender: „Warum lassen Sie sich dann impfen?“

Dann ging’s plötzlich schnell und genau um 16.55 war ich im Zentrum. Prüfung der Unterlagen, Fiebermessung, Zweittermin erhalten, Hände desinfizieren, ins Impfkabuff, „Haben Sie noch Fragen?“, „Nein.“, Stich in den Arm, 15 Minuten Wartebereich, keine auffällige Impfreaktion, fertig.

Manchmal gibt es auch in diesen Zeiten Wunder und der 2. Impftermin am 10.5. steht auch fest.

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