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Sommer, Sonne, wenig Wind

Sommer, Sonne, wenig Wind
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Die 11. SaarLorLux-Regatta am Bostalsee, von denen ich neun mitgefahren bin, brachte heiße Tage und anspruchsvolles Segeln. Am Pfingstsamstag, 23. Mai sollte es um 13.30 Uhr losgehen. Aber der See blieb spiegelglatt und die Windräder auf den Hängen drehten sich nur manchmal, dann auch noch mit verschiedenen Ausrichtungen. An diesem Tag mussten wir uns daher mit dem Abendprogramm vergnügen. Ich hatte von einer Verlosung bei der letzten Sylvestergala drei durchaus wertvolle Preise mit gebracht. Den ersten, eine Flasche Whiskey, vergab ich an einen Mann mit viel Ruhe und Gleichmut auf dem Wasser: Dem Wettfahrtleiter Achim Müller, der uns nicht gestartet hatte. Man merkte an, wie sehr er sich darüber gefreut hat; denn die Leistungen von Ehrenamtler wird ja häufig als selbstverständlich angesehen und nicht hinreichend gewürdigt.

Am Sonntag dann zeigte meine spezielle Wetter-App bessere Winde als am Vortag und von daher ging ich als Einziger aufs Wasser, während die anderen noch ausgiebig frühstückten. Der Wettfahrtleiter folgte mir dann und alle anderen ebenfalls. Und es ging gut los für mich. In der ersten Wettfahrt wurde ich Zweiter. So ging’s aber nicht weiter; denn der Wind kam insbesondere auf der Hälfte des Kreuzkurses entweder von links oder rechts – für alle aber, insbesondere für mich – unvorhersehbar. Wir segelten fünf Wettfahrten bei 35 Grad in praller Sonne. Getreu dem Spruch – Mal lag ich hinten, mal lagen die anderen vorne – segelte ich im Mittelfeldmit die weiteren Plätze 9, 9, 12, 7.

Bevor wir alle frühzeitig die Betten aufsuchten, vergab ich noch zwei Sonderpreise – eine Sonderedition Honigtee an begeisterte Teetrinker, die sich melden mussten. Ich fragte, wer Letzter von den Vieren ist – und es war Ulli Libor, der nach gesundheitlichen Problemen noch nicht wieder fit ist. Mit Sonderapplaus nahm er diesen Preis entgegen. Der letzte Sonderpreis war eine Tischdecke mit zwei sehr schönen Kerzen. Er ging an denjenigen, der im Juni Geburtstag hat. Es waren zwei und hier erhielt der Vordere von den beiden den Preis. Es war Christophe Etorre aus Paris. Und bei der Übergabe teilte ich ihm mit, dass mit diesem Preis auch eine Bedingung verknüpft ist. Er müsse alle Anwesenden zu seinem Geburtstag einladen. Großes Hallo im Saal.

Manuela Libor stellte die Segler an jedem Abend vor knifflige Bilderfragen. Zuerst mit Bildern, die mit einem 16tel begannen und immer vollständiger wurden, bis die damit gestellte Frage beantwortet war. Zweitens dann mit einem Memorie aus Bildern aller Teilnehmer.

Manuela mit internationaler Siegermannschaft Hendrik, Loic, Dirk, Holger

Der letzte Tag sah wieder schlechter aus mit dem Wind: weniger als am Vortag, dafür noch unberechenbarer. Symptomatisch: bei einer Tonnenrundung, mußte ich an der falschen Seite vorbeifahren, weil ich mit einer tollen Böe von hinten auf die Konkurrenten, die ohne Wind an der Tonne lagen, aufschloss. Ein weiteres Kuriosum: als es Zieleinlauf nach einer Bahnverkürzung gab, lag ich wieder vor den Konkurrenten, die mir eigentlich an der Tonne weit entkommen waren, da ich ja zur richtigen Tonnenrundung zurück musste. Das war´s dann auch.

Die Stimmung unter uns Seglern war trotz der Windherausforderungen hervorragend. Wir hatten viel Zeit uns untereinander auszutauschen und bei den Gesprächen, die ich führen konnte, ging es weniger ums Segeln als um sehr Persönliches. Dafür sage ich allen, die sich auf mich eingelassen haben: Herzlichen Dank!

Jung und Alt entspannt vereint

Sieger gab es natürlich auch noch, wobei Hendrik die beiden Franzosen Loic und Christophe freundschaftlich besiegte.

Vlnr: Christophe Etorre 3., Hendrik Oberheid 1., Loïc Eonnet 2.

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