Professor Dr. Detlef Müller-Böling

21_04_30 ZEITEs gibt Wahrheiten, die will die Politik nicht wissen. So ist es zur Zeit in Nordrhein-Westfalen mit dem geplanten neuen Hochschulgesetz. Es ist so überflüssig und falsch wie nur irgendwas. Da hilft es vielleicht, wenn ein anerkannter Fachmann von nebenan – aus den Niederlanden – diese Wahrheiten niederschreibt und in DIE ZEIT veröffentlicht:

Jo Ritzen, Weggefährte der Reformen und ehemaliger Bildungsminister und Präsident der Universität Maastricht, kritisiert, dass das neue Gesetz auf Lenkung statt auf Verantwortung und Selbstbestimmung aufbaut. In den Niederlanden gibt der Staat lediglich Ziele vor und überprüft diese nach einem vereinbarten Zeitraum. Ritzen weist nach, dass diese Philosophie in den Niederlanden zu großen Erfolgen der Universitäten im weltweiten Wettbewerb geführt hat. Alle (!) 13 niederländischen Universitäten gehören zu den Top-100 weltweit! Auch für NRW sei seit Einführung des Hochschulfreiheitsgesetzes der Vorgängerregierung eine deutliche Leistungsverbesserung zu verzeichnen. All das würde nun gestoppt.

„Eine Gesetzgebung sollte nachhaltig sein. Es braucht Zeit, bis sie Wirkung zeigt und man ihre Vorteile erkennen kann. Mit dem neuen Hochschulgesetz jedoch wird das nicht mehr möglich sein.“ So sein vernichtendes Urteil, das auch in Deutschland viele teilen.

Ach, wenn der Gesetzgeber doch einmal auf weise Stimmen hören würde!

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