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CO2-Fußabdruck kompensieren

CO2-Fußabdruck kompensieren
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Ich gebe gerne zu, dass ich mit meinem Beitrag zum Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten gedankenlos umgegangen bin. Ich bin beruflich oder privat mit dem Flieger um die Welt gejettet, bin viele Kilometer über die deutschen und europäischen Autobahnen gerast und hatte es mit Öl- oder Gasheizungen schön warm im Winter. Vielen meiner Generation dürfte es ähnlich gegangen sein. Wir haben angenehm und preiswert (!) gelebt auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder.

Im Zuge der Multi-Krisen insbesondere des letzten Jahres habe ich gelernt, dass ich auch mit weniger Heizung auskommen muss und kann – dank mehr Kleidung und Decken in der Wohnung. Fliegen und Kreuzfahrten haben wir bereits vor einiger Zeit aufgegeben. Fahrten mit dem Auto waren in der Pandemie begrenzt, sind aber für einen Behinderten nicht völlig durch Bus oder Bahn ersetzbar, insbesondere wenn ich für längere Strecken einen Rollstuhl nutze. Auch der Plugin-Hybrid hilft nur für knapp 60 km und damit letztlich nur im Stadtverkehr.

Nun hänge ich auch (noch) sehr am Segelsport und fahre gerne zu verschiedenen Regatten in Europa, dann mit Auto und Boot dahinter.

Das bringt ein großes Dilemma mit sich: Die Freude gerade auch im Alter ist abzuwägen gegen den CO2-Fußabdruck, den ich dadurch erzeuge. Wie soll ich also umgehen mit dem Dilemma, einen wunderbaren Sport nicht mehr ausüben zu können oder mit dem Auto die Luft zu verpesten?

Um unabänderlichen CO2-Ausstoß zu kompensieren, können Unternehmen wie Privatleute durch Geldzahlungen CO2-Ausstoß anderweitig verringern oder CO2 binden bzw. abbauen. Hierzu wurden unterschiedliche Maßnahmen, teils mit Zertifikaten entwickelt, mit denen man sich „freikaufen“ kann. Allerdings gibt es auch bereits eine intensive Diskussion und Kritik an einzelnen Maßnahmen und Anbietern, die von Manipulation über Betrug bis zum Vorwurf des modernen Ablasshandels reichen (Überblick bei Wikipedia).

Ich habe mich zur Förderung alternativer Technologien über atmosfair entschieden, um meine Emissionen mit Hilfe von Klimaschutzprojekten an anderer Stelle wieder einzusparen. Atmosfair ist eine Non-Profit-Organisation, die bei nationalen und internationalen Vergleichen als Kompensations-Organisation mit Auszeichnungen abgeschnitten hat.

Ich werde nun meine Fahrleistung mit dem Auto im Verlauf dieses Jahres ermitteln und daraus meinen CO2-Fussabdruck 2023 etwa über Quarks errechnen lassen.

Letztlich werde ich die x Tonnen CO2, die ich „erfahren“ habe, bei atmosfair eintragen und den entsprechenden Kompensationsbetrag entrichten. Damit beruhige ich nicht nur mein Gewissen, sondern trage tatsächlich auch aktiv zu einer Energiewende bei. Zwar nur mit einem kleinen Beitrag, aber ich bin ja auch nur einer von 42,8 Millionen Fahrern von Kraftfahrzeugen allein in Deutschland (Stand Januar 2021).

Auf der Startseite werde ich kontinuierlich über meine gefahrenen Kilometer und die sich daraus ergebenden Konsequenzen berichten.

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