Angekommen

Der nächste Lebensabschnitt ist erreicht. Von rund 240 genutzten Quadratmetern im eigenen Heim mit Blick auf den Rursee sind wir in eine Stadtwohnung mit 96 Quadratmetern und Blick auf den Edeka umgezogen.

Die Sache mit den Blicken ist eher tiefsinnig als ironisch. Kürzlich lasen wir (wohl in DIE ZEIT unter der Rubrik Was mein Leben reicher macht) den Satz einer bayerischen Seniorin: „In der Jugend und im mittleren Lebensabschnitt will man den Blick auf die Berge. Wenn man alt ist, ist der Blick auf den Edeka wichtiger.“

Blick nicht nur auf Edeka, sondern auch auf Aldi und andere

Da ist was dran. Oder anders ausgedrückt: Das Wohnen muss sich dem Leben anpassen. Entsprechend dem intensiven Leben sind wir auch bereits 12 Mal umgezogen: Nach dem Studienende und während der Referendar bzw. Assistentenzeit vom Studentenwohnheim in eine Stadtwohnung nahe der Uni. Als der Nachwuchs sich anbahnte, in eine Erdgeschosswohnung mit Garten (und Stellplatz für´s Boot!). Im Anschluss an den Ruf nach Dortmund in eine Reihenhaussiedlung mit Dorfspielplatz in der Mitte für die vierjährige Tochter. Als eigenes Haus preiswerter war als Miete in ein freistehendes Haus mit Garten und separatem Teil für die herangewachsene Tochter. Nach der Pensionierung zum Segeln und Wohlfühlen in ein Haus mit besonderer Aussicht. Und nun in eine bequeme Wohnung mit Fahrstuhl, Tiefgarage und Edeka (plus Enkel) in Sicht- und Gehweite. Da ist einiges zusammen gekommen in knapp 50 Jahren, je nach den aktuellen Bedürfnissen. Gar nicht zu reden von den Umzügen in die sechs Zweitwohnungen in Berlin, Gütersloh und Woffelsbach. Nun also kurze Wege, in der Wohnung wie im Umfeld.

Frühling gibt es übrigens auch in der Stadt. Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite …

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